Montag, 26 Januar 2026
18:35 - 19:19
Kambodschas größter Regenwald
Im Südwesten Kambodschas liegt das Kardamomgebirge, eine der letzten großen zusammenhängenden Regenwaldregionen Südostasiens. Abgeschieden, artenreich und weitgehend unberührt, bietet es Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Wilderei, illegaler Pflanzenhandel, Waldbrände und wirtschaftliche Interessen bedrohen das einzigartige Naturparadies. Doch es gibt Menschen, die sich mit Hingabe für den Schutz dieses Lebensraums einsetzen.
Das Kardamomgebirge im Südwesten Kambodschas ist eine grüne Schatzkammer der Biodiversität. Zahlreiche Menschen setzen sich mit Hingabe für den Schutz dieses einzigartigen Lebensraums ein: ehemalige Jäger, die heute Pangoline retten, eine Dorfgemeinschaft, die wilden Kardamom nachzüchtet oder zwei leidenschaftliche Orchideenscouts, die neue Arten entdecken und katalogisieren - was nicht immer ungefährlich ist.
Der Herpetologe und „Wild Earth Allies“-Projektmanager Neang Thy erforscht Reptilien und Amphibien - viele von ihnen noch unbekannt oder endemisch. Seine Funde liefern wichtige Daten zum Verständnis der Artenvielfalt und unterstreichen die ökologische Bedeutung der Region. Orchideenscouts sammeln und bewahren seltene wilde Pflanzen für wissenschaftliche Zwecke. Dabei halten sie ihre Fundorte streng geheim. Denn Diebe stehlen die begehrten Orchideen und verkaufen sie zu hohen Preisen. Außerdem bedroht die Abholzung des Waldes die seltenen Pflanzen. Im größten Regenwald Kambodschas liegt die Schönheit der Natur oftmals im Verborgenen: vom scheuen Gibbon bis zur zarten Orchidee, von glasklaren Wasserfällen bis zu nebelverhangenen Baumriesen.