Mittwoch, 28 Januar 2026
00:35 - 01:09
Tracks East
Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Kampf um das historische Gedächtnis. Mit erfundenen Erzählungen versucht der Kreml, die Ukraine als „künstlichen Staat“ darzustellen und die eigene koloniale Vergangenheit zu verschleiern. Diese Narrative sollen Gewalt legitimieren und die besetzten Gebiete zu kontrollieren helfen, in denen Sprache, Kultur und Selbstbestimmung systematisch unterdrückt werden.
Die Kunsthistorikerin Oksana Semenik kämpft auf internationaler Bühne gegen die jahrzehntelange Vereinnahmung ukrainischer Kunst und sorgt dafür, dass Museen weltweit ihre Sammlungen neu beschriften. Der Krimtatar Elvis Çolpuh berichtet, wie seine und zehntausende andere Familien 1944 von der Krim deportiert wurden und wie Russland seit 2014 versucht, die Krim zu russifizieren.
Die ukrainische Journalistin Olesia Bida hat aufgedeckt, wie ukrainische Jugendliche aus besetzten Regionen in russischen Lagern militärisch gedrillt werden - mit dem Ziel, sie gegen ihr eigenes Land einzusetzen. Maksym Eristavi, Autor von „Russian Colonialism 101“, führt durch die Sendung. „Tracks East“ zeigt den Kampf der Ukraine um ihre Geschichte, um ihre Wahrheit und um ihre Zukunft.